Ein Tier adoptieren

Wie jedes Tier seinen Menschen findet

Bereit für die Begegnung deines Lebens?

Hier sind sie, die aktuell zu vermittelnden Schützlinge von Tierisch Grenzenlos e.V.

Klicke auf das Bild, um dir Details zur jeweiligen Fellnase anzusehen.

Über die Filterfunktion kannst du eine Vorauswahl bezüglich Alter und Geschlecht treffen. Bei „Suche“ kannst du nach dem Namen eines Tieres suchen oder auch nach bestimmten Eigenschaften, zum Beispiel „Familienhund“ oder „katzenfreundlich“.

FAQs

Die wichtigsten Fragen und Antworten rund um die Adoption (d)eines Tieres

Hier haben wir viel Wichtiges zum gesamten Vermittlungsablauf für dich zusammengetragen, um dir schon vor der ersten Kontaktaufnahme mit uns die brennendsten Fragen zu beantworten. Die eine oder andere Antwort mag dir sehr ausführlich vorkommen – und das ist auch so gewollt! Wir sind überzeugt, dass du mit dem Adoptionswunsch auch den Wunsch mitbringst, dich umfangreich und verantwortungsvoll zu informieren. Selbstverständlich sind wir unabhängig der hier veröffentlichten Informationen zu gegebener Zeit auch telefonisch oder persönlich für deine Fragen da.

 

Grundsätzlich kann jeder offenherzige und verantwortungsvolle Mensch ein Tier bei sich aufnehmen. Natürlich gibt es ein paar Voraussetzungen, die unbedingt gegeben sein müssen, zum Beispiel ausreichend Zeit, die passenden örtlichen Gegebenheiten oder auch das finanzielle Budget für die Versorgung des Tieres.

Einige, wie die oben genannten, sind grundlegend, andere sind abhängig von der individuellen Geschichte des Tieres. Wenn du deinen „Favoriten” bei uns entdeckt hast, besprechen wir gemeinsam alles, was du über ihn und seine Haltung wissen musst. Vorab kannst du dir auch den Selbstauskunft-Fragebogen ansehen. Er ist ein Pflichtbestandteil unserer sorgfältigen Vermittlungsarbeit und gibt zugleich jedem Interessenten schon im Vorfeld wichtige Anhaltspunkte zu den nötigen Bedingungen.

Oft wird unterschätzt, wie weitreichend eine Adoptions-Entscheidung ist. Ein Tier, insbesondere einen Hund, bei sich aufzunehmen, ändert vielleicht nicht das ganze Leben – aber definitiv einen Großteil! Das gilt für den Halter selbst wie auch für dessen Familien- und Freundeskreis. Selbst direkte Nachbarn oder auch die Arbeitsstelle des Adoptanten/der Adoptantin können „betroffen” sein. Das soll in keinster Weise abschreckend klingen. Sondern nur dazu auffordern, diese Entscheidung niemals voreilig oder rein emotional zu treffen. Dafür gibt es einfach im Vorfeld zu viel zu klären, was später nicht zum Verhängnis für Mensch und Tier werden soll.
Bitte nimm uns den Vergleich nicht krumm, aber er trifft es nun mal auf den Punkt: Einen Hund schafft man sich ebenso wenig „mal nebenbei” an wie ein Kind.

 

Denke also bitte VOR der Adoption daran, Folgendes zu klären. Einige Fragen oder Bitten mögen unbequem sein oder zu direkt erscheinen; genau diese aber sind am wichtigsten:

 

  • Hast du bedacht, dass dein Leben MIT Tier definitiv ein anderes sein wird also ohne? Das gilt für deinen gesamten Tagesablauf und viele deiner bisherigen Gewohnheiten. Allem voran aber ist es die große und liebevolle Verantwortung, die vieles verändern wird. Wir sind zwar fest überzeugt: Zum Positiven! Wir wünschen uns jedoch, dass du das im Vorfeld gut überdenkst. Sehr hilfreich können auch Gespräche mit anderen (erfahrenen) Hundehaltern sein.

 

  • Wie stehen deine engsten Familienangehörigen und Freunde zu deiner Entscheidung? Sind sie bereit, sie mitzutragen? Mindestens mit Verständnis, im Idealfall mit Freude und wenn es mal knirscht vielleicht sogar mit helfender Hand?

 

  • Falls du zur Miete wohnst: Wie ist die Tierhaltung in deinem Mietvertrag geregelt? Das generelle Verbot der Haustierhaltung ist laut BGH seit 2015 nicht mehr rechtskonform, diese Klausel in Mietverträgen auch nicht (mehr) gültig. Allerdings kann dein(e) Vermieter(in) die Haltung durchaus einschränken oder an bestimmte Bedingungen knüpfen. Kläre das unbedingt VOR der Adoption.
    Wenn du das „okay” hast: Freundliche Vorab-Gespräche mit den unmittelbaren Nachbarn sind zwar nicht verpflichtend, für ein harmonisches Miteinander aber umgemein förderlich. Durch den offenen Hinweis auf das bald einziehende neue Familienmitglied reagieren viele um einiges verständnisvoller, wenn gerade am Anfang noch nicht alles perfekt klappt (Bellen, Schmutz, „ungewollte” Begrüßung etc.)

 

  • Apropos Wohnung (oder Haus): Betrachte dein Zuhause und deine Umgebung so neutral wie möglich … sind beide grundsätzlich „tiergerecht”? Ein Tier benötigt gewiss kein Königreich; bestimmte Voraussetzungen müssen aber durchaus gegeben sein. So kann beispielsweise ein 60-kg-Doggen-Mix nicht in einer 30qm-Einzimmerwohnung gehalten werden oder ein Welpe nicht im 5. Stock ohne Aufzug (das könnte generell ein Problem sein). Klar, dass wir dir auch hier beratend zur Seite stehen, wenn du unsicher bist oder Fragen dazu hast.

 

  • Ist sichergestellt, dass du finanziell auf Dauer für dein neues Familienmitglied aufkommen kannst? Dabei geht es nicht darum, dass du deine Fellnase mit luxuriösen Happen füttern musst, die dein Budget sprengen. Hunde benötigen insgesamt viel weniger „Luxus” und Klimbim, wie wir oft meinen! Trotzdem ist es einfach so, drumherumreden ist Quatsch: Ein Hund kostet Geld. Punkt.
    Von den Einmalkosten (z.B. Schutzgebühr, Anschaffung grundlegender Dinge wie Hundebett, Sicherheitsgeschirr, Leine, Näpfe, Spielzeug, ggf. Auto-Transportbox/-gitter) über die Fixkosten (Futter, ggf. Ergänzungsfuttermittel, „Leckerlies”, Impfungen, Parasitenschutz, Kotbeutel, Hundesteuer, Hunde-Haftpflichtversicherung etc.) bis hin zu den „unplanbaren” Kosten (z.B. Tierarztkosten, die über den Impfschutz oder den Kontrollbesuch hinausgehen). Den letzten Posten kannst du eventuell auch über eine Krankenschutz-Versicherung für Haustiere abdecken oder zumindest abfedern – dann musst du allerdings die Versicherungskosten als regelmäßig wiederkehrenden Posten berücksichtigen. Du siehst, es kommt einiges zusammen. Aber auch das soll dich bitte nicht abschrecken! Wir möchten nur, dass du es in deine Überlegungen und Finanzplanung mit einbeziehst.

Jede seriöse Tierschutzorganisation oder -einrichtung erhebt im Rahmen der Vermittlung und Adoption von Tieren eine Gebühr, die sogenannte Schutzgebühr. Diese stellt zum einen eine sinnvolle finanzielle Hürde dar und verhindert oder erschwert unüberlegte Adoptionen zum Schaden des Tieres. Zum anderen ist sie ein (kleiner) Beitrag zur Finanzierung unserer Tierschutzarbeit.

Unsere Schutzgebühr beträgt 330,00 Euro. Mehr zu deren Zusammensetzung erfährst du hier.

 

Am besten, du lehnst dich mal kurz zurück und holst tief Luft – das ist nämlich ein wirklich großartiger Moment, an den du dich später bestimmt gerne zurückerinnern möchtest. Dann schaust dir die Selbstauskunft an und kannst dabei gewiss schon die ersten Fragen (auch für dich!) beantworten. Diese Auseinandersetzung mit Fakten und Voraussetzungen ist ebenso wichtig, wie der Umstand, dass „deine” Fellnase dein Herz berührt hat. Anschließend oder parallel setzt du dich mit uns via E-Mail in Verbindung. Wir melden uns dann schnellstmöglich bei dir!

Ein ehrenamtliches Team-Mitglied von uns meldet sich bei dir und beantwortet dir weitere Fragen. Sind sich anschließend beide Seiten einig, dass einer Adoption grundsätzlich nichts im Wege steht, organisieren wir einen Termin für den Vorbesuch in deinem Zuhause. Dieser Termin ist für das „gegenseitige Beschnuppern” sehr wichtig, denn wir wollen dich und deine Umgebung kennenlernen. War diese sogenannte Vorkontrolle erfolgreich, sprich: Ist der Verein bereit, dir den Hund zu vermitteln, wird ein Schutzvertrag aufgesetzt. 

Nun – in gewisser Weise ist es das auch. Wir können dir aber versichern, dass die Vorkontrolle nicht nur tier- sondern auch menschenfreundlich gedacht ist 😉 Es geht hier nicht darum, dich auf den Prüfstand zu stellen. Wir möchten nur so gut wie möglich sicherstellen, dass die Voraussetzungen für eine rundum gute, stabile und dauerhafte Verbindung zwischen Mensch(en) und Tier(en) gegeben sind. Mach’ dir also keine Sorgen … wir meinen es gut mit dir, schätzen deine Absicht und begegnen dir vertrauensvoll und zuversichtlich.

In der Regel ist dein neues Familienmitglied innerhalb weniger Wochen bei dir. Den genauen Zeitpunkt stimmen wir selbstverständlich mit dir ab. Er hängt unter anderem vom jeweils aktuellen Aufenthaltsort des Tieres, einer passenden Transportmöglichkeit und der Konstitution der Fellnase ab (beispielsweise vom Impfstatus oder von einer erfolgten oder geplanten Kastration).

Alle unsere Tiere werden vor der Ausreise vom Tierarzt kontrolliert, gechipt, geimpft, gegen Endo- und Ektoparasiten behandelt und ab entsprechendem Alter auch kastriert. Im EU-Heimtierausweis, den du mit ausgehändigt bekommst, sind alle bereits durchgeführten Impfungen erfasst. Bei Hunden über sieben Monaten führen wir zusätzlich einen Test auf endemisch vorkommende Mittelmeererkrankungen durch.

 

Trotz aller Tests und sorgfältigster Untersuchungen können wir aber niemals eine „Garantie” auf die Gesundheit eines Tieres geben, schon gar nicht auf die langfristige Entwicklung. Bestimmte Krankheiten lassen sich generell nicht frühzeitig diagnostizieren, so dass sie vor der Ausreise noch gar nicht bekannt oder gar ausgebrochen sind.

 

Wir legen dir allerdings ans Herz, dich von der Sachlichkeit dieser Aussage nicht beirren zu lassen – ein Großteil der Tiere aus dem Tierschutz ist nicht häufiger oder schwerer erkrankt als jedes „normale” Tier. Uns ist es nur wichtig, ehrlich zu dir zu sein. Und dazu gehört nun einmal die Tatsache, dass wir dir den (dauerhaft) guten Gesundheitszustand deines Lieblings nicht gewährleisten können. Unangenehme oder traurige Überraschungen und Entwicklungen gehören auch hier einfach zum Leben dazu, sie sind nicht oder kaum beeinflussbar.

Wir empfehlen dir auf jeden Fall, dir (wenn nicht bereits vorhanden) einen Tierarzt deines Vertrauens zu suchen und deinen Liebling dort regelmäßig vorzustellen, beispielsweise im Rahmen des Impfschutzes. Dass du darüber hinaus bei Abweichungen vom normalen Verhalten und Gesundheitszustand deines Tieres einen Tierarzt aufsuchen solltest, halten wir für selbstredend.

 

Übrigens:
Hat eines unserer Tiere bereits seine „individuelle Kranken- oder Genesungsgeschichte”, wird das von uns offen kommuniziert. Da die Adoption eines solchen Tieres mit besonderer Fürsorge und bestimmten Bedingungen verknüpft ist, ist uns diese Offenheit ein unbedingtes Bedürfnis. 

Ganz ehrlich? Das wissen wir niemals so genau. Tiere aus dem Tierschutz – wir sprechen hier natürlich in erster Linie von Hunden – sind immer kleine „Überraschungspakete”, denn die Erziehung und Sozialisierung jedes Hundes ist so individuell wie seine Geschichte. 

 

Oft werden wir gefragt, ob die Hunde bereits „leinenführig“ oder „stubenrein“ sind und ob eine gewisse Grunderziehung bereits vorhanden ist. Hunde, die ihr bisheriges Leben auf der Straße oder in der Auffangstation verbracht haben, kennen noch keine „Stube“ und mussten auch bisher nicht an einer Leine laufen. Es liegt also in der Natur der Sache, dass sie noch sehr viel lernen müssen: In einem Haus oder in einer Wohnung wohnen, mit Geschirr und Leine Gassi gehen, Treppensteigen, Autofahren oder auch mal alleine zuhause bleiben, um nur einiges aufzuzählen. In der Regel kennen sie auch noch keine Kommandos oder Handzeichen. 

 

Manche Hunde waren bereits in einer Familie integriert (die sie aus diversen, meist sehr traurigen Gründen wieder verlassen mussten) oder kommen direkt aus einer engagierten Pflegestelle zu dir. Diese Tiere können vielleicht bereits einige Grundbefehle. Betrachte das aber bitte eher als Ausnahme. Viele Tiere haben in ihrem bisherigen Leben eher wenig Gutes erfahren und brauchen zum Lernen einfach etwas mehr Geduld, Zeit und Fürsorge durch ihre(n) neue(n) Halter*in.

 

Was wir auf jeden Fall festhalten können: Es gibt kaum etwas, was sich nicht mit der notwendigen Geduld, viel Einfühlungsvermögen und Verständnis lösen oder lernen lässt. Bist du bereit, deinem Tier diese Unterstützung dauerhaft zu geben, wirst du ein Familienmitglied bekommen, das dich mit seiner lebenslangen und bedingungslosen Liebe „belohnt”. 

Selbstverständlich! Wir bitten sogar darum. Die Ankunft bei dir, deiner Familie, im neuen Leben … sie ist schließlich nicht das Ende einer erfolgreichen Vermittlung, sondern eher der Anfang. Gerade (aber nicht nur) in der Eingewöhnungsphase tauchen immer wieder Fragen, Bedenken und Herausforderungen auf – teile sie mit uns, wir sind für dich da!

Was du unbedingt noch wissen solltest …

Jeder unserer Schützlinge ist ein kleiner Meilenstein unserer Tierschutzarbeit, jede Fellnase ist und hat eine einzigartige Geschichte, jede Vermittlung ist eine Herzensangelegenheit.
Bis dein Liebling bei dir angekommen ist, wurde er nicht selten vor dem sicheren Tod bewahrt und oft mit unbeschreiblichem Engagement aufgepäppelt. Die Menschen um ihn herum haben gebangt, gehofft, gekämpft oder auch vor Schmerz oder Freude geweint. Jedes im Tierschutz gerettete Leben ist ein Geschenk,  beinhaltet aber auch das Loslassen in ein neues Leben – ein Leben mit DIR!
Vielleicht kannst du nachvollziehen, wie gerne wir deshalb jeden einzelnen „Erfolgsweg” auch langfristig begleiten und uns über jedes Lebenszeichen von euch freuen!

Unsere Erfolgs- und Glücksfelle

Hier findest du viele schöne Beispiele unserer verantwortungsvollen Vermittlungsarbeit

 

Sie können kein Tier adoptieren?
Es gibt noch viele andere Wege, Leben zu retten und Hilfe zu leisten.

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